Es ist nicht verwunderlich, dass wir mit unserem Hund kommunizieren, als ob er eine Person wäre. Er ist unser Begleiter, seine Gegenwart tröstet uns und es scheint so, als würde er uns verstehen. Aber versteht er uns wirklich oder wollen wir das nur glauben?
Bis vor kurzem gab es keine wissenschaftlichen Beweise, die eine solche Fähigkeit der Hunden bestätigten. Jetzt aber haben verschiedene Studien belegt, was Hundebesitzer seit langem behaupten: Hunde können uns verstehen (und manchmal sogar besser als andere Leute, nicht wahr?).
Eine Untersuchung der Universität von Florida hat bei Hunden soziale Verhaltensweisen nachgewiesen, die denen der Menschen sehr ähnlich sind, wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie auf die Körpersprache der Menschen reagieren. Dieser Studie zufolge verhalten sich Hunde unterschiedlich, je nachdem, ob wir aufmerksam sind oder nicht, folgen unseren Bewegungen und beobachten uns, während sie auf eine Bestätigung ihres Handelns warten.
HUNDE VERSTEHEN, WAS WIR SAGEN UND WIE WIR ES SAGEN
Menschen verfügen über den sogenannten „Sprachbereich“ im Gehirn, der bei uns Informationen über die Personen aufruft, die wir kennen und schätzen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass das Gehirn der Hunde ebenfalls über diesen Sprachbereich verfügt, so dass sie auf Stimmen anderer Hunde und auch auf die emotionale Färbung der Stimme einer anderen Person antworten können, je nachdem, ob diese fröhlich, verärgert etc. ist. So können sie menschliche Stimmen verarbeiten und entsprechend reagieren, je nach dem, was wir sagen.
Den Forschern zufolge erklärt dies, warum Hunde ihre Besitzer so gut verstehen und auf diese Weise eine wirklich einmalige Beziehung aufbauen können.
HUNDE KÖNNEN FROHE GESICHTER VON ÄRGERLICHEN GESICHTERN UNTERSCHEIDEN
Andere Studien haben sich auf die Fähigkeit der Hunde konzentriert, zwischen Gesichtsausdrücken der Freude und Ausdrücken des Zorns zu unterscheiden. Nach einer Untersuchung des Messerli Forschungsinstituts der Veterinärmedizinischen Universität Wien verbinden Hunde ein fröhliches Gesicht mit etwas Positivem und ein wütendes Gesicht mit etwas Negativem.
Überraschend ist, dass sie diese Polarität nicht nur bei bekannten Menschen anwenden können, sondern auch bei Personen, die sie zum ersten Mal sehen. Auf diese Weise können Hunde durch die Assoziation fröhlich-gut und ärgerlich-schlecht ein Muster anlegen, um das Gesicht einer ihnen fremden Art zu entschlüsseln, und zwar selbst bei ihnen unbekannten Personen.
Das macht Hunde zu so besonderen Wesen, die immer da sind, die uns verstehen und die uns ermutigen, wenn wir sie brauchen. Und das Beste dabei ist, dass ihre empathische Fähigkeit nicht auf ihre Besitzer oder eng verbundene Personen beschränkt ist. Hunde sind so sensibel gegenüber menschlichen Emotionen, dass sie diese auch bei Menschen unterscheiden, die sie nicht kennen und die sie daher nicht im Voraus analysieren konnten.
Von nun an können wir daher sagen, dass unser Hund versteht, wie wir uns fühlen, und dies mit wissenschaftlichen Beweisen belegen. Denn genau so ist es.










